ASIATISCHE HORNISSE (VESPA VELUTINA)

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VERBREITUNG DER ASIATISCHEN HORNISSE

In den letzten Jahren hat sich die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) weiter verbreitet. In Deutschland gibt es zahlreiche Fundorte. Auch bei uns im Saarland ist die ‚Riesenwespe‘ angekommen. Bereits 2019 hat es erste Funde gegeben. Steht unsere heimische Europäische Hornisse (Vespa crabro) auf der Liste der bedrohten Art und somit unter Naturschutz, ist ihre asiatische ‚Schwester‘ eine invasive Art. Die Verbreitung wird somit versucht zu verhindern. Zum Leidwesen der Imker kommen in den Sommermonaten Wespen und Hornissen zu den Bienenvölkern und schnappen sich als Jäger die eine oder andere Honigbiene. Hierbei tauchen überwiegend nur einzelne Jager am Bienenstock auf. In der nass-kalten Jahreszeit sind diese Jäger verschwunden. Nur ihre Königinnen überwintern an geschützten Orten. Von der Asiatischen Hornisse wird berichtet, dass diese auch noch im späten November, bei Außentemperaturen von deutlich unter 10°C, auf Jagd geht. Problematisch ist hierbei, dass sich nicht nur einzelne Hornissen im Bienenstock bedienen, sondern dass es zu regelrechten Überfällen kommt, die die Bienenvölker dann nicht überleben. Imkern wird deshalb empfohlen die Fluglöcher auf ca. 8 mm zu verkleinern, sodass die Hornissen nicht eindringen können. Werden Nester der Asiatischen Hornisse gefunden, dann ist dies beim Umweltministerium zu melden.

Kontaktadresse beim Umweltministerium:

Andreas Werno

Referat D/2

Arten- und Biotopschutz,
Zentrum für Biodokumentation Entomologie

Dienstgebäude Am Bergwerk Reden 11, 66578 Schiffweiler

Tel.: +49(0)681  501 3461• Fax: +49(0)681 501 3479
a.werno@umwelt.saarland.de •  www.biodokumentation.saarland.de


Ausgebildete Spezialisten entfernen dann die Nester. Aufgrund der Aggressivität dieser Wespenart wird empfohlen, dass selbst beim Tragen der imkerlichen Schutzausrüstung, das eigenständige Entfernen unterbleiben soll. Da sich die Behausungen häufig hoch in Bäumen befinden besteht zudem Absturzgefahr. Fundorte im Saarland können Sie auf der beigefügten Übersichtskarte finden. Beitrag: J. Schneider, 05.12.22

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FUNDSTELLEN IM SAARLAND

Oben eine Übersicht über Fundorte von Nestern sowie Sichtachweise in saarländischen Kommunen

Screenshot 2022-12-05 at 17-26-27 Europäische und Asiatische Hornisse - NABU Baden-Württemberg_edite

ASIATISCHE UND EUROPÄISCHE HORNISSE IM VERGLEICH

Stiche von Hornissen seien gefährlich, heißt es. Und als wäre das nicht genug, wanderte auch noch eine weitere Art, die Asiatische Hornisse, ins Ländle ein. Aber weder die Einen, noch die Anderen sind eine Gefahr für den Menschen.

Der größte Unterschied zwischen den beiden Arten: Die Europäische Hornisse gilt mittlerweile als bedrohte Art, während die eingewanderte Asiatische Hornisse sich innerhalb Europas sehr gut vermehrt. Für den Menschen ist die Asiatische Hornisse aber genauso ungefährlich wie ihre Verwandten.

Es gibt ein paar einfache Merkmale, an denen man die heimische von der eingewanderten Art unterscheiden kann:

Besonders auffällig ist die unterschiedliche Körperfärbung: Während bei der Europäischen Hornisse der Kopf rötlich bis schwarz gefärbt ist, hat die Asiatische Hornisse einen schwarzen Kopf mit orangener Stirn. Der Thorax der Europäischen Hornisse ist rotbraun mit eine schwarzen, v-förmigen Zeichnung. Dagegen ist der Thorax der Asiatischen Hornisse einfach schwarz.

Auch ihr Hinterleib ist dunkler als der, der heimischen Art. Die vorderen Segmente sind schwarz und nur die Spitze ist orangegelb gefärbt. Bei der europäischen Art sind hingegen die vorderen Segmente rotbraun und schwarz und zur Spitze hin weißt sie die wespentypische schwarze Zeichnung auf gelbem Grund auf.

Weitere Merkmale im Überblick:

Europäische Hornisse

(Vespa crabro)

Körpergröße:
Königin: bis 40 mm
Arbeiterin: bis 25 mm
Männchen: bis 28 mm

Verbreitung:
Mitteleuropa bis Süd-Skandinavien und Britische Inseln.

Ernährung: Arbeiterinnen: „Süßes“: Baumsäfte, Nektar, Fallobst, Honigtau
Larven: „Eiweißreiches“: Insekten

Nistplatz:
Wettergeschützte Hohlräume: Baumhöhlen, Nistkästen, Dachböden oder Rollladenkästen

Nestgröße:
Je nach Platzangebot ca. 60 x 30 cm. Reicht der Platz am Hauptnest nicht aus, wird eine weitere „Filiale“ oft in unmittelbarer Nähe zum Hauptnest errichtet.

Volksstärke:
Zum Höhepunkt der Volksentwicklung im Hochsommer/Frühherbst, zählt ein Volk etwa 400 - 700 Individuen.

Verhalten:
Im Vergleich zu anderen Faltenwespen sehr friedfertig: Europäische Hornissen greifen den Menschen nie grundlos an und stechen nur bei Verteidigung zu.

Stich:
Das Gift der Vespa crabro ist weniger toxisch als das Gift von Honigbienen oder anderen Faltenwespen. Allerdings kann der Stich schmerzhafter ausfallen, da das Gift der Europäischen Hornisse die Komponente Acetylcholin enthält und der Stachel bis zu 6 mm lang werden kann.

Allergische Reaktion nach einem Stich:
In sehr seltenen Ausnahmefällen (nur bei etwa 2 -3 % der Bevölkerung) können Hornissenstiche allergische Reaktionen auslösen. Diese verlaufen meist über Schwellungen und Rötungen an der Einstichstelle, Nesselsucht bis hin zur Atemnot. Spätestens dann sollte sofort ein Arzt kontaktiert werden. Gefährdet sind jedoch nur Menschen, die zuvor schon einmal gestochen wurden: Eine schwere Allergie entwickelt sich erst nach mehreren Stichen, die man von derselben Art erhalten hat.

Bestandsgefährung:
Wegen des weit verbreiteten Irrglaubens, nur wenige Stiche der Europäischen Hornisse würden bereits zum Tod bei Menschen führen, besitzt Vespa crabro bis heute, zu Unrecht einen schlechten Ruf und wurde regional bis zum Erlöschen verfolgt. Ihr Bestand in Deutschland ist bedroht.

Asiatische Hornisse

(Vespa velutina)

Körpergröße:
Königin: bis 30 mm
Arbeiterin: bis 24 mm
Männchen: keine Angaben

Verbreitung:
Heimisch in Südostasien.
2004 erstmals in Europa in der Nähe von Bordeaux festgestellt. 2014 Fund eines Nestes in Büchelberg in Rheinland-Pfalz. Weitere Ausbreitung in Deutschland sehr wahrscheinlich.

Ernährung:
Arbeiterinnen: „Süßes“: Baumsäfte, Nektar, Fallobst
Larven: „Eiweißreiches“: Insekten, auch Bienen

Nistplatz:
Hauptsächlich im Freien: In Baumkronen oft in über 10 m Höhe

Nestgröße:
Je nach Platzangebot ca. 75 x 70 cm. Reicht der Platz am Hauptnest nicht aus, wird eine weitere „Filiale“ oft in unmittelbarer Nähe zum Hauptnest errichtet.

Volksstärke:
Zum Höhepunkt der Volksentwicklung im Frühherbst, zählt ein Volk etwa 1000 - 2000 Individuen.

Verhalten:
Ähnlich friedfertig wie die Europäische Hornisse: greifen den Menschen nicht grundlos an und stechen nur bei Verteidigung zu.

Stich:
Die Stichwirkung der Asiatischen Hornisse ist der von Vespa crabro gleichzusetzten: Das Gift hat keine höhere Toxizität als das der Honigbiene oder anderer Faltenwespen.

Allergische Reaktion nach einem Stich:
Auch bei Stichen durch die Asiatische Hornisse gilt, dass nur in sehr seltenen Ausnahmefällen (nur bei etwa 2 -3 % der Bevölkerung) allergische Reaktionen ausgelöst werden können.

Bestandsgefährung:
Vespa velutina ist eine in Mitteleuropa gebietsfremde Art mit hohem invasiven Potential. Daher wird sie EU-weit zum Schutze der heimischen Biodiversität bekämpft. In Frankreich und Spanien wird mit vielfältigen Methoden gegen die weitere Ausbreitung der Asiatischen Hornisse gearbeitet.

 
Image by Chad Stembridge

SCHWARMBEHANDLUNG

Wie gehe ich richtig vor?

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INVASIVE BIENEN-SCHÄDLINGE:
VESPA VELUTINA UND AETHINA TUMIDA

Aussehen

  • Vom Aussehen her ist V. velutina überwiegend schwarz gefärbt und am Kopf, Thorax und Gaster behaart

  • Der Kopf ist rot-braun-orange gefärbt.

  • Der Clypeusschild (Kopfschild) orange.

  • Am Hinterleib (Gaster) unterbricht eine dünne gelbe Linie den Segmentrand des ersten Abdominalsegments der ersten beiden, dunkelbraun gefärbten Segmente.

  • Segment drei und vier sind gelb-orange gefärbt, wobei auf Segment drei eine schwarze Markierung zu erkennen ist.

  • Die Abdominalsegmente fünf und sechs hingegen sind wieder dunkelbraun gefärbt.

Königin:        25 – 32 mm
Arbeiterin:    17 – 23 mm
Männchen:   21 – 28 mm

 
 
Image by Scott Hogan

BANNWABENVERFAHREN ZUR VARROABEHANDLUNG

WELCHE BIENENRASSE KOMMT FÜR MICH IN FRAGE?

Hier wäre als erstes zu klären, was eine Honigbienenrasse genau ist. Worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen einer Spezies und einer Rasse?

Die meisten Honigbienen in Europa haben ähnliche Eigenschaften und werden daher der Spezies Apis mellifera zugeordnet.
Apis mellifera wird auch unter der Bezeichnung Westliche Honigbiene oder Europäische Honigbiene genannt. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet war Europa, Afrika und Vorderasien.

Meist handelt es sich deshalb bei Arten von Honigbienenrassen in Europa um Rassen der Apis mellifera.

Dies bedeutet aber nicht, dass ausschließlich Apis mellifera-Rassen Honig produzieren. Es gibt weltweit 8 verschiedene Honigbienenrassen, hierbei ist die Apis mellifera jedoch die am meist verbreitete Spezies der Honigbienen.


Was sind nun Honigbienenrassen?


Rassen sind Unterarten einer Spezies, hier der Apis mellifera. Als Beispiel: sei die Rasse der Kärntner Biene genannt; welche als Apis mellifera carnica bezeichnet wird. Apis mellifera bezeichnet hier die Spezies und carnica bezeichnet die Rasse.

Der Ursprung bzw. die Heimat einer bestimmten Rasse von Honigbienen ist normalerweise durch unüberwindliche natürliche Hindernisse gekennzeichnet.

Die Isolation durch natürliche Barrieren, wie z.B. Berge, Meere und Wüsten, der Zwang durch Zucht und natürliche Selektion sind vorherrschende Faktoren bei der Entstehung von Rassen.


Was ist ein Merkmal einer Honigbienenrasse?


Ein Merkmal ist eine Eigenschaft oder eine Struktur, die einer Gruppe von Individuen zu eigen ist. Honigbienen unterscheiden sich, wie alle anderen Lebewesen, untereinander durch verschiedene Merkmale: Temperament, Krankheitsresistenz, Schwarmneigung, Frühjahrsentwicklung, Temperaturpräferenz, Produktionspräferenz (eher geneigt, Honig, Propolis oder Pollen zu produzieren) und allgemeine Produktivität sind Beispiele für diese Merkmale.

Die jeweilige Rasse und ihre Merkmale sind stark miteinander verbunden.

Eine Gruppe, die bestimmte Eigenschaften besitzt, wird als Rasse bezeichnet.

Des Weiteren gibt es Hybridrassen, die vom Menschen hergestellt werden, wie beispielsweise die Buckfast!


Um die Bienenrassen, die in einer Region von Imkern gehalten werden, wird seit der Einführung neuer Rassen (inkl. der Wiedereinführung alter Rassen) in die ursprünglich fast ausschließlich „Carnica“ dominierten Regionen in D-A-CH (Deutschland, Österreich, Schweiz) eine Diskussion geführt.


Aber welche Honigbienen -Rassen spielen in D-A-CH eine Rolle und was sind Ihre Eigenschaften? Dazu zuerst einmal die Übersicht in der Reihenfolge ihrer Bedeutung in D-A-CH aus der Wikipedia:

·         Carnica auch Kärntner Biene  (Apis mellifera Carnica), mit dem wohl größten Verbreitungsanteil

·         Buckfast (Kreuzungszucht , Hybride), von Bruder Adam

·         Italienische Biene, Ligustica (Apis mellifera ligustica), die wegen ihrer Friedfertigkeit und Honigertrags inzwischen weltweit am meisten gehaltene Honigbiene, wobei sie in Deutschland kaum Verbreitung gefunden hat.

·         Dunkle Europäische Biene (Apis mellifera mellifera)

·         Sizilianische Biene (Apis mellifera sicula)

Bevor die Vor- sowie Nachteile der einzelnen Rassen vorgestellt werden, noch was in eigener Sache.

Generell sollte bedacht werden, dass die Apis mellifera carnica sowie die Buckfast ein Großteil der gehaltenen Rassen darstellen.

Wer sich für eine Andere entscheidet, sollte bedenken, dass hier immer Reinzuchtköniginnen zugekauft werden müssen, da es sonst bei Standbegattungen zu Mischungen mit anderen Rassen kommt.

Für die Carnia und die dunkle Biene gibt es in unserer näheren Umgebung Belegstellen, so dass eine Begattung mit vorgehaltenen Drohnen möglich ist.


Daher die Empfehlung, die Bienenrasse zu wählen, welche am häufigsten in der entsprechenden Region vorkommt!

Hier sollte auch die Anzahl von Züchtern sowie das Vorhandensein von Belegstellen berücksichtigt werden!

Bei der Wahl zu einer anderen Rasse sollten Sperrbezirke von Belegstellen berücksichtigt werden, sowie  Randgebiete gemieden werden! 


Möchtest du mehr über die einzelnen Honigrassen und Hybriden erfahren?

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REINE HONIGBIENENRASSEN

ITALIENISCHE BIENE

APIS MELLIFERA LIGUSTICA

Die Geschichte der italienischen Biene


Die Italienische Biene (Apis mellifera ligustica, auch: Italiener Biene) ist eine natürlich entstandene Rasse (Unterart) der Westlichen Honigbiene (Apis mellifera).
Ursprünglich von der Apenninhalbinsel in Italien stammend, ist die wahre italienische Rasse die ligustica.

Ihr Heimatland ist geografisch vom übrigen Europa durch die Alpen abgegrenzt und von Meer umgeben. Dieser Umstand hielt diese Rasse getrennt von äußeren Einflüssen und anderen Rassen. Sie gilt als die am weitesten verbreitete Biene der Welt.
Außerdem ist die italienische Biene die mit Abstand beliebteste Honigbiene in Nordamerika. Sie wurde 1859 nach Amerika eingeführt und ersetzte schnell die ursprüngliche dunkle (europäische) Biene, die von den ersten Kolonisten überführt wurden.


Erscheinungsbild der italienischen Biene


Sehr hell gefärbt, von einem hellen Lederbraun bis hin zu einem fast Zitronengelb, eine Farbkombination, die von vielen Imkern aus ästhetischen Gründen sehr begehrt ist.
Die Anzahl der gelben Streifen am Bauch variieren zwischen 3 und 5.


Positive Eigenschaften der Italienischen Biene (für Imker)

  • sanftmütig und daher einfach zu handhaben.

  • überwintern gut und das Volk baut sich im Frühjahr schnell auf.

  • starke Pollen- und Nektarsammler.

  • sehr hygienisch.

  • gute Honigproduzenten.

  • stellen weniger Propolis her als einige der dunkleren Bienen.

Negative Eigenschaften der italienische Biene (für Imker)

  • Keine Gruppenbildung in Kälteperioden: Diese Bienen werden typischerweise in warmen Gebieten aufgezogen, so dass sie in kälteren Klimazonen Schwierigkeiten haben zu überleben. Sie müssen zusätzliche Nahrung zu sich nehmen, um auszugleichen, da sie nicht wie andere Honigbienenarten eine Traube bilden.

  • Schwächere Abwehrkräfte und anfälliger für Krankheiten als z.B. die dunkle europäische Biene.

  • Längere Brutzeit und höhere Schwarmneigung: Italienische Bienen haben eine längere Brutzeit. Sie neigen dazu überschüssigen Honig im Bienenstock abzunehmen, wenn die Honigräume (abnehmbare obere Abschnitte, in denen Honig gelagert wird) nicht unmittelbar nach Beendigung des Honigflusses entfernt werden. Auf diese Weise können sie im Frühjahr die Stärke des Volkes aufbauen und den ganzen Sommer über erhalten. Dies kann zur Erschöpfung ihrer Honigspeicher führen und zu einer Tendenz zum Schwärmen.

  • Schlechte Angewohnheit des Raubens: Italienische Bienen sind berüchtigte Kleptoparasiten und rauben häufig die Honigspeicher schwächerer oder toter benachbarter Völker aus. Dies kann zur Ausbreitung von Krankheiten zwischen den Bienenstöcken führen und kann für Imker, die ihre Völker in Zeiten des Nektarmangels bearbeiten, problematisch sein.

Hinweis für Imker-Neulinge


Als Anfänger kann man mit der italienischen Biene nicht allzu viel falsch machen, ihr sanftes Gemüt und Produktivität sind eine wunderbare Möglichkeit für neue Imker, sich in der Nähe von Bienen wohl zu fühlen und sich in den Aufgaben des Imkers zurecht zu finden.

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DUNKLE EUROPÄISCHE BIENE
APIS MELLIFERA MELLIFERA

Geschichte der dunklen europäischen Biene


Die dunkle europäische Biene ist auch unter Westeuropäische Honigbiene und dunkle Biene bekannt.

Während der verschiedenen Phasen des Eiszeitalters wanderten Völker der europäischen Ur-Honigbiene (Apis) zwischen Nord- und Südeuropa hin und her. Während der letzten Eiszeit, die vor rund 11.700 Jahren endete, waren die Alpenländer Schweiz und Österreich vollständig mit Eis bedeckt. Die Ur-Biene zog sich wieder nach Südeuropa zurück.

Ab dem Ende der Eiszeit erwärmte sich das Klima auf dem europäischen Kontinent wieder. Auf der Iberischen Halbinsel hatte sich die Unterart der Iberischen Biene etabliert, in Italien die Ligustica-Biene und auf dem Balkan bis nach Wien die Carnica-Biene. Die neu entstandene Unterart der Dunklen Biene musste die Alpen überwinden, um ihr künftiges Territorium auf der Alpennordseite zu erreichen. Von der französischen Mittelmeerküste aus verbreitete sich die Dunkle Biene vor 9000 Jahren in einer Zangenbewegung rund um die Ostflanke respektive die Westflanke der Alpen nach Deutschland vor – und von dort in die Alpentäler von Österreich und der Schweiz. Die Dunkle Biene folgte dabei einer «Pionierpflanze», der Hasel.

Viele Jahre später war sie die erste Honigbiene, die nach Nordamerika gebracht wurde.

Aber warum brachten die Menschen Bienen aus so großer Entfernung und auf einer so langen Reise über den ganzen Atlantik nach Nordamerika?

Weil Honigbienen in Nordamerika nicht heimisch sind. Auch wenn hier etwa 4.000 einheimische Arten anderer Bienenarten leben, kamen keine Honigbienen vor.

So wurde die dunkle europäische Bienenrasse im 17. Jahrhundert von den frühen europäischen Siedlern nach Amerika gebracht. Sie war bis 1859 die erste und einzige Rasse in den USA. Dann begann die Hybridisierung, hauptsächlich mit den sanfteren italienischen Bienen.


Erscheinungsbild der dunklen europäischen Biene


Sie ist bekannt für ihren großen, dunkel gefärbten Körper, der von dunkelbraun bis schwarz reicht.


Postive Eigenschaften (für den Imker)

  • gut an kalte Klimazonen angepasst.

  • überwintert lange und kalte Winter außergewöhnlich gut.

  • braucht nur eine sehr moderate Nahrungsversorgung: Produktion einer angemessenen Menge Honig auch in Jahren mit schlechter Nektarversorgung.

  • baut mehr Königinnenzellen als andere Rassen.

  • Honigverschluss wird aktiver praktiziert als zum Beispiel bei der Italienischen Biene.

Negative Eigenschaften (für Imker)

  • weniger produktiv in Bezug auf Honig als einige andere Rassen.

  • sie ist beim Volkaufbau im Frühjahr recht langsam.

  • Neigt dazu, sehr defensiv zu sein, was das Bienenmanagement erschwert: nervös, reizbar und aggressiv gegenüber Störungen.

  • mäßige Tendenz zum Schwärmen.

  • Schlechte häusliche Hygiene

  • Erliegen schneller der amerikanischen und europäischen Faulbrut.

Hinweise für Imker-Neulinge


Im Allgemeinen ist die dunkle europäische Biene aufgrund ihrer defensiven Tendenz nicht die beste Wahl für Anfänger.

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CARNICA BIENE
APIS MELLIFERA CARNICA

Geschichte der Carnica Biene


Wie bei den anderen Rassen ist die Carnica Biene in einer isolierten Region heimisch. Diese Region liegt hoch in den österreichischen Alpen- und Donautalregionen. Sie ist auch in weiten Teilen Osteuropas zu finden, darunter Ungarn, Kroatien, Serbien und Bosnien und Herzegowina.

Es scheint verschiedene Rassen von Carnica zu geben (Banats, Dalmatiner und andere Bienen, die der Carnica ähneln), die auch Hybride der wahren Carnica Rasse sein können.

Erscheinungsbild der Carnica Biene


Die Carnica Biene ist dunkelbraun bis schwarz mit braunen Flecken oder Streifen am Bauch. Sie ist etwas kleiner als andere Bienenrassen, jedoch scheint das ihre Fressfähigkeit nicht zu beeinflussen.


Positive Eigenschaften (für den Imker)

  • Charakter: unglaublich sanftmütig und produktiv (einige Imker arbeiten ohne Schutz und verwenden keinen Rauch).

  • Volkaufbau im Frühling und Nahrungssuche: Der explosive Frühlingsaufbau ermöglicht es dieser Rasse, schnell zu wachsen und die Vorteile der Blüten zu nutzen, die sehr früh im Jahr auftreten. Im Vergleich zu anderen Rassen ist sie eher früher am Morgen und an kalten, nassen Tagen auf der Suche nach Nahrung. Sie ist versiert im Umgang mit Mangel an Nahrung und passt die Brutproduktion schnell an die Verfügbarkeit von Nahrung an. Sie ist in der Lage die Brutaufzucht in Dürrezeiten zu unterbrechen.

  • Überwinterung: Sie gehören zu den besten Rassen im Hinblick auf die Überwinterung und schaffen es, in kleinen Kästen gut zu überwintern, wenn die Königin im Herbst aufhört Eier zu legen. Sie konservieren Winterfutterlager gut und überwintern in kleinen Clustern, während sie die Brutaufzucht bei Nahrungsmangel einstellen.

  • Bienenprodukte: sie produzieren wenig Propolis stattdessen sind sie sehr gute Wabenbauer, die für Produkte wie Wachskerzen, Seifen oder Kosmetika verwendet werden können. Sehr gute Honigproduzenten

  • geringe Tendenz zum Raub an anderen Bienenvölkern:  viel weniger anfällig für den Honigraub, wodurch die Krankheitsübertragung zwischen den Völkern verringert wird.

Negative Eigenschaften (für den Imker)

  • Übermäßige Schwarmneigung: Sie schwärmen eher als italienische Bienen, so dass du immer wachsam sein musst, um einen Völkerverlust zu verhindern. Achte immer darauf, dass sie viel Platz haben.



Hinweise für Imker-Neulinge

Im Frühjahr recht schneller Volksaufbau, gut überwinterungsfähig, zudem auch sanftmütig!

Für Anfänger sehr gut geeignet!

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SIZILIANISCHE BIENE
APIS MELLIFERA SICULA

Geschichte der Sizilianischen Biene


Seltsamerweise kommt auf Sizilien nicht die Italienische Biene Apis mellifera ligustica vor; diese reicht nur bis nach Kalabrien. Kalabrien und Sizilien sind durch die 3 km breite „Straße von Messina“, einer Meerenge, voneinander getrennt. Die Sicula ist trotz der geographischen Nähe nicht mit der Ligustica verwandt, sondern viel näher mit der geographisch entfernteren, durch das Mittelmeer getrennten Intermissa. Wie ist dies möglich? Nun, während der Eiszeit lag der Meeresspiegel um einiges tiefer als heute; zwischen Sizilien und Nordafrika bestand damals somit eine direkte Landverbindung. Die damaligen Bienen Nordafrikas haben auf diesem Wege somit auch Sizilien bevölkert, und nach dem Anstieg der Meere wurde die Bienenpopulation Siziliens isoliert; die beste Voraussetzung für das Entstehen einer eigenständigen Unterart. Alle Untersuchungen belegen, dass die nächste Verwandte der Sicula die Tellbiene ist, von der sie sich in nur wenigen Eigenschaften unterscheidet.

Das Klima Siziliens ist typisch mediterran, das heißt auf milde, feuchte Winter folgt ein kurzes blühendes Frühjahr. Der Sommer ist heiß und trocken, oft dürre und ohne Niederschläge. Erst im Herbst beginnen die Winterregen, und mit ihnen eine zweite Blühperiode. Ähnlich wie die Intermissa besitzt die Sicula zwei Brutgipfel im Jahresablauf: einen im Frühling, den anderen im Herbst. Auch andere Eigenschaften teilt sie mit der Intermissa: es werden sehr viele Weiselzellen angesetzt; der erste Vorschwarm geht erst ab, wenn bereits die ersten Königinnen geschlüpft sind; oftmals werden zwei Königinnen gleichzeitig im Volk beobachtet. Ähnlich groß ist die Vitalität wie bei allen Dunklen Bienen: aus nur einer Handvoll Bienen wird im nächsten Jahr ein großes Volk. Im Gegensatz zur Intermissa ist die Sicula etwas größer, sie hat einen niedrigeren Kubitalindex und ist etwas heller im äußeren Erscheinungsbild. Bezüglich der Verhaltenseigenschaften unterscheidet sich die Sicula von der Tellbiene vor allem in der Fähigkeit, überwintern zu können. Versuche in Norddeutschland haben dies belegt, obwohl die Zucht der Sicula hier nach einigen Jahren wieder aufgegeben wurde. Eine weitere sehr nahe verwandte Unterart der Sicula und der Intermissa ist die Biene von Malta.


Erscheinungsbild der Sizilianischen Biene


Das natürliche Vorkommen der Apis mellifera sicula beschränkt sich auf Sizilien. Eine komplette Isolation liegt durch die Insellage nicht vor, die Distanz von Kalabrien, dem italienischen Festland, bis
nach Sizilien kann von Bienen überflogen werden. Die sizilianische Honigbiene ist zierlich und dunkel. Sie kann auf ihren Tergiten zwar gelbe Flecken aufweisen, doch nie eine gelbe Bande des ersten Ab-
dominaltergits (Ruttner, 1988; Kauhausen-Keller, 191).




Positive Eigenschaften (für Imker)


In ihrer reinrassigen Form ist die sizilianische Biene sanftmütig und kann viel Honig eintragen. Nach eigenen Beobachtungen findet diese Biene in norddeutschen Gebieten noch Nektar, wenn der Imker bei der hiesigen Rasse (Apis mellifera carnica) schon zufüttern muss;. Die sizilianische Biene ist eng an das mediterrane Klima Siziliens mit den heißen trockenen Sommern adaptiert. Ein Brutnest und Drohnen werden das ganze Jahr über gehalten. Brutentwicklung wird nur im heißen Sommer im Juli/August reduziert.

Scheint resistent gegen Varroa Milben und Nosema Virus


Negative Eigenschaften (für den Imker)


Beim Arbeiten mit der A. m. sicula zeigt sich ihr nervöses Temperament und eine höhere Angriffslust, die nicht unbedingt mit Stechlust gleichzusetzen ist.


Die sizilianische Honigbiene zeigt ein für europäische Rassen außergewöhnliches Reproduktionsverhalten. Sie produziert in der Schwarmzeit, die im Februar/März mit der Mandelblüte beginnt, eine enorme Anzahl an Weiselzellen. Bei starken Völkern sind es über 200 verdeckelte
Königinnenzellen gleichzeitig an einem Tag.



Hinweise für Imker-Neulinge


Durch das übermäßige Reproduktionsverhalten und die kaum von normalen Brutzellen zu unterscheidenden Weiselzellen für Anfänger weniger empfehlenswert.

Zudem kommt es bei schlechter Witterung zu einem verstärkten Abwehrverhalten.

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HONIGBIENEN HYBRIDE

BUCKFAST

ZÜCHTUNG AUS VERSCHIEDENEN RASSEN

Geschichte der Buckfast Biene


Buckfast Bienen sind Hybride und wurden von Bruder Adam vom Kloster Buckfast in Südwestengland gezüchtet. In den 1920er Jahren wurden die Honigbienenvölker auf den Britischen Inseln durch die Akarinkrankheit (heute vermutlich die Trachealmilbe Acarapis woodi) zerstört. Bruder Adam, ein Mönch im Kloster Buckfast in Devon, England, wurde beauftragt, eine Biene zu schaffen, die dieser tödlichen Krankheit standhalten konnte. Er reiste durch die Welt, um Imker zu interviewen und mehr über verschiedene Bienensorten zu erfahren. Dann schuf er ein Bienenvolk, das italienische und andere Bienenrassen enthielt. Er kreuzte zahlreiche positive Eigenschaften verschiedener Bienenrassen miteinander, um eine nach seinen Vorstellungen geeignete Biene für Imker in Europa zu erhalten. Das Ergebnis ist die heutige Buckfast Biene.

Diese neue Rasse sollte die Eigenschaft haben, ein sanfter und produktiver Honigproduzent zu sein, der in der Lage ist, unter den kalten und regnerischen Bedingungen der Britischen Inseln zu gedeihen, und der gute Reinigungs- und Pflegemanieren zeigt, um das Auftreten von Krankheiten zu reduzieren.

Die jüngsten, weltweiten Untersuchungen aus den Jahren 2003 bis 2013 bestätigen, dass Bruder Adam auf dem richtigen Weg war: Königinnen, die von mehreren, genetisch unterschiedlichen Drohnen besamt wurden, weisen wichtige Merkmale auf, wie höhere Produktivität und Fitness, geringere Anfälligkeit für Krankheiten und höhere Überlebenschancen.





Erscheinungsbild der Buckfast Biene


Buckfast Bienen sind gelb bis braun gefärbt und ähneln dem, was viele Menschen sofort im Kopf haben, wenn sie sich eine Honigbiene vorstellen.


Positive Eigenschaften (für Imker)

  • sanftmütig, produktiv und einfach zu handhaben: mäßiges defensives Verhalten.

  • parasitenresistent: vor allen gegenüber Tracheal Milben und Kreidebrut. Außerdem sind sie aufgrund ihrer hervorragenden Reinigungstechniken (sehr hygienisch) weniger anfällig für Wachsmotten als andere Rassen.

  • sehr gute Überwinterungsfähigkeit: Diese Bienen sind gut an kühles und regnerisches Klima angepasst. Sie sind sparsam im Umgang mit Winterfutter.

  • sie sind sparsamer als die Italiener und weniger sparsam als die Carnica Biene.

  • Im Herbst geringere Menge, hierdurch im Winter mit weniger Honigvorräten auskommend

  • Ausgezeichnete Honigproduzenten

  • Niedriger Schwarminstinkt

  • Produktion von sehr kleinen Mengen an Propolis


Negative Eigenschaften (für den Imker)

  • sie ist beim Volkaufbau im Frühjahr langsamer

  • bei Standbegattungen mit anderen Drohnen entstehen oftmals „Stecher“

  • durch groß angelegte Brutnester für kleinere Beuten eher ungeeignet



 Hinweise für Imker-Neulinge


Durch die Friedfertigkeit sowie die geringe Schwarmneigung gepaart mit einer geringeren Infektanfälligkeit für Anfänger zu empfehlen.


Quellenverzeichnis:


https://bees4life.org/de/bienensterben/loesungen/nachhaltige-imkerei/leitfaden-honigbienenrassen


https://www.nordbiene.de/die-sizilianische-biene-l-ape-nera-sicula-apis-mellifera-sicula/


https://hal.archives-ouvertes.fr/hal-00891080/document

 

TREATMENT FREE?

Ist dies möglich?

Aktuell gibt es auf dem Markt der Beuten eine Menge Neuigkeiten!Ob dies verschiedene Materialien oder optimierte Systeme sind,besonders interessant sind die Angebote die sich dem Klimahaushalt widmen!Hier wird aufgrund von verschiedenen  Materialien wie z.B.Schilf oder Anordnungen,aber auch Form,versucht den Wärmehaushalt des Biens zu optimieren sowie konstant zu halten.Hierdurch verringert sich der Futterbedarf,was den Honigertrag zusätzlich steigert!Zudem bieten die unten verlinkten Systeme einen idealen Lebensraum für den Bücherskorpion, der in Symbiose mit den Bienen lebt. Dieser frisst Varroamilben und unterstützt so die Gesundheit des gesamten Bienenvolks.Die geringe Luftfeuchtigkeit stellt durch Dampfdiffusions-Offenheit ein Beuteklima her, das die Varroa weit unter die Schadgrenze drückt.Die Milbe liebt es feucht, Trockenheit verringert maßgeblich und effektiv ihre Anzahl unter die Schadgrenze.

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Image by Meggyn Pomerleau

BIENEN RICHTIG FÜTTERN

 

 EIN WIEDERKEHRENDES THEMA

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EIN BLAUES MEER ....

.... erstreckt sich derzeit am Höhenweg zwischen Fürth und Lautenbach. Tausende von Kornblumen verwandeln ein circa zwei Hektar großes Weizenfeld in ein blaues Blütenmeer. Dass es sich höchstwahrscheinlich nicht um natürlichen Kornblumenbewuchs handelt wird dem sachkundigen Betrachter schnell klar. Während in Blühstreifen vereinzelt auch Kornblumen wachsen, die dann weniger von Honigbienen sondern von anderen Insekten angeflogen werden, bietet die Masse der blauen Blütenpracht eine durchaus attraktive Trachtquelle für die Honigbienen. Gerade jetzt in der trachtarmen Zeit wird diese gerne von den fleißigen Nektarsammlerinnen besucht. Bei genauem Hinschauen ist dann auch festzustellen, dass zahlreiche Blüten ‚belegt‘ sind. Da Honigbienen keine guten Flieger sind meiden sie große Flugstrecken, wenn möglich. Bei ‚normalen‘ Trachtverhältnissen fliegen sie im Umkreis ihres Stockes von etwa 800 Metern. Obwohl derzeit in weiten Teilen unserer Region die Brombeeren blühen, ist das Trachtangebot eher mager. Notgedrungen fliegen die Honigbienen dann auch größere Entfernung, bis etwa drei Kilometer. Daher dürften sich die ortsansässigen ImkerInnen in Fürth, Lautenbach, Dörrenbach, Wörschweiler und Breitenbach über die blaue Pracht freuen. Werden sie sich auch freuen, wenn sie wissen, dass das Weizenfeld gespritzt worden ist? Bleibt zu hoffen, dass bei der Spritzaktion (mittleres Foto), die Ende März durchgeführt worden ist, ‚nur‘ ein Fungizide gegen Pilzbefall ausgebracht worden ist. Über den erstmals angelegten Blühstreifen werden sich neben den ImkernInnen, den SpaziergängernInnen auch und die Insektenwelt freuen. Dieser erstreckt sich etwa 400 Meter entlang des Höhenweges und wird dominiert vom zarten Violett des Bienenfreundes (Phacelia). An ihm halten sich die Rankeärmchen der Felderbse fest, die auch schon blüht. Kamille und weitere Sommerblüher ergänzen den Blühstreifen. Schön, wenn die Landwirtschaft somit einen kleinen Beitrag gegen das Insektensterben leistet und für unsere Honigbienen auch noch etwas Gutes tut.js



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Jürgen Schneider, Bienenzuchtverein Ottweiler

 

WEISELRICHTIGKEIT ERKENNEN

Weiselrichtigkeit

Weiselrichtigkeit ist gegeben, wenn eine Königin (Weisel) im Volk vorhanden und in Eiablage ist; man spricht dann von einem weiselrichtigen Volk.

Äußere Merkmale, die durch Fluglochbeobachtung / Hören festzustellen sind:

  • Das Volk sammelt zu Trachtzeiten Pollen, an den Pollenhöschen leicht zu erkennen

  • Beim Klopfen an die Beute braust das Volk kurz auf; beruhigt sich das Volk nach kurzer Zeit nicht, ist etwas faul.

Bei offener Beute erkennbare Merkmale:

  • Ein Volk ohne Weisel ist unruhig bis agressiv; es sterzelt beim Öffnen.

  • Ist keine Königin vorhanden und auch keine bestifteten Weiselzellen, muss der Imker handeln *.

Der ultimative Test um Gewißheit zu erhalten -> Weiselprobe

*) Was ist bei Weisellosigkeit zu tun?

Ist das Volk nicht weiselrichtig, dann ist das Bienenvolk nur noch zu retten, indem man eine Königin einweiselt, allerdings nur dann, wenn das Volk  noch nicht drohnenbrütig geworden ist.

 

WEISELPROBE

Weiselprobe

Die Weiselprobe dient zum Test, ob eine Weisel (Königin), im Bienenvolk vorhanden ist. Hierzu wird eine Wabe mit junger, offener Brut aus einem anderen Volk entnommen und in das zu testende Volk gehängt.

Nach einer Woche wird kontrolliert. Haben sich die Larven normal entwickelt, dann ist eine Königin im Volk. Sind jedoch auf der Wabe Nachschaffungszellen angelegt worden, so ist das Volk weisellos.

 

STILLE UMWEISELUNG

Ist ein Volk mit der Königin nicht mehr zufrieden, ziehen sich die Bienen – vom Imker oft unbemerkt (daher „still“) – eine neue Königin nach. Stille Umweiselungszellen befinden sich meist auf der Mitte von Arbeiterinnenbrutwaben und haben einen runden Boden.
Von der alten Königin trennen sie sich erst, wenn die junge Königin sich bewährt hat. Daher befinden sich im Volk manchmal eine begrenzte Zeit lang zwei Eier legende Königinnen.

 
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„Nur wer ein Ziel hat, kennt den Weg“, sagt ein chinesischer Gelehrter. Der Landesvorstand hat sich ehrgeizige Ziele für seine Amtszeit und perspektivisch über diese Zeit hinaus gesetzt. An der gemeinsamen Fortentwicklung und Umsetzung dieser Ziele möchten wir gemeinsam mit Ihnen arbeiten.
Der regelmäßige Kontakt mit allen Imkerinnen und Imkern im Saarland ist dem Landesvorstand sehr wichtig. Lesen Sie, was uns bewegt!

 

DIE HONIGMACHER

Das Portal Die Honigmacher soll alle, die sich für Honigbienen und Honig interessieren, ansprechen. Das Portal dient der Nachwuchsförderung und der Fortbildung von Imkern und Imkerinnen. Die Honigmacher, das sind in erster Linie unsere Honigbienen, aber auch die Imkerinnen und Imker, die uns mit dem Honig auf unserem Frühstückstisch versorgen.

 

FACHZENTRUM BIENEN UND IMKEREI MAYEN

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BIENEN UND NATUR

bienen & natur ist ein monatlich erscheinendes Fachmedium für Imker und Bienenfreunde im deutschsprachigen Raum. Es ist Verbandsorgan für mehrere Landesimkerverbände. Herausgeber ist der Deutsche Landwirtschaftsverlag.

 

DEUTSCHER IMKERBUND E.V.

Der Deutsche Imkerbund e. V. (D.I.B.) ist der Dachverband der ihm zugehörigen deutschen Imker-Landesverbände mit Sitz in Wachtberg-Villip. Sein Zweck ist die Förderung der Honigbiene und die Vermarktung des einheimischen Honigs unter der Marke Echter Deutscher Honig. Im Jahre 2019 gehörten dem Verband über imkerliche Orts-, Kreis- und Landesverbände 127.253 Imker mit rund 851.000 Bienenvölkern an.

 

NEUER IMKERBUND

Der Neue Imkerbund ist die Interessenvertretung für Imkerinnen und Imker, Wildbienen- und Insektenfreunde sowie Naturschützer in Deutschland und Europa. Wir inspirieren den Systemwandel zu einer nachhaltigen und klimapositiven Imkerei und Landwirtschaft. Damit erhalten wir die Gesundheit von Honig- und Wildbienen.